Therapieplatz

Sie können während meiner telefonischen Sprechzeit nach einem Sprechstundentermin fragen. Leider kommt es vor, dass ich Ihnen auch nach ein oder zwei Sprechstunden keinen Therapieplatz anbieten kann und sie auf die Warteliste setzen muss. Ich kann Ihnen auch keine zuverlässigen Angaben machen, wann ich wieder Termine frei habe, da dies von vielen Faktoren abhängt, die ich nicht beeinflussen kann. Was können Sie dann tun?

1. Seit dem 01.04.2017 vermitteln Terminservicestellen der KV  (Tel.: 0921/787765 – 55030) freie Termine bei Psychotherapeuten für die neu eingeführte Psychotherapeutische Sprechstunde.

2. Ich empfehle ansonsten, sich an mehrere Therapeuten in Wohnortnähe zu wenden. Eine  Liste  aller  Kassentherapeuten  finden  Sie hier unter
www.kvb.de . Dort gibt es einen Button: „Arztsuche“, in welchem Sie „Psychotherapie“ und darunter ihren Wohnort  eingeben. Danach erscheint eine Liste mit allen Therapeuten, einschließlich der angebotenen Therapieverfahren und Entfernung von ihrem Wohnort. Lassen Sie sich auf die Wartelisten setzen, wenn der Therapeut dies anbietet. Psychotherapie ist ein monatelanger Prozess. Es lohnt sich zu warten. Sie können die Sprechstunden und anschließenden zwei bis vier probatorischen Sitzungen bei mehreren Therapeuten absolvieren.  Erst wenn Sie einen Therapievertrag für die Krankenkasse unterschrieben haben, ist ein Therapeutenwechsel schwieriger, aber auch nicht unmöglich.

3. Wenn es akut ist, wenden sie sich  an  einen  niedergelassenen Psychiater. Auch den finden sie auf   www.kvb.de, nur diesmal geben sie „Facharzt für Psychiatrie“ bei der „Arztsuche“ ein. Oder sie rufen die psychiatrische Institutsambulanz des Inn-Salzach-Klinikums unter 08071/710 an.

4. Überlegen Sie sich, ob sie vielleicht einen stationären Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik beantragen wollen. Man braucht manchmal den räumlichen Abstand vom häuslichen Umfeld und eine dichtere Therapiestruktur als eine Stunde pro Woche. Dies können Sie als Krankenhausaufenthalt oder stationäre Rehabilitation bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Dabei hilft Ihnen der Hausarzt oder Psychiater.

5. Im Notfall sind immer ihr Hausarzt, der Ärztlicher Bereitschaftsdienst unter 116 117 und im absoluten Notfall der Notarzt unter 112 zuständig.

6. Wenn nichts mehr geht, dann ist vielleicht ein Klinikaufenthalt in der Psychiatrie notwendig. Informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt. Im schlimmsten Fall fahren Sie einfach zum Inn-Salzach-Klinikum nach Wasserburg und bitten um Aufnahme in der Krise.